Pflastersteine von Friedl Steinwerke auf dem Campus der WU Wien
Pflastersteine von Friedl Steinwerke auf dem Campus der WU Wien

Richtig Pflastern - Videoanleitung zum Verlegen
von Betonsteinpflaster in ungebundener Bauweise.

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Campus der Wirtschaftsuniversität Wien

Gesamtfläche: ca. 18.000 m2

Eingesetzte Produkte:

INDIVIDUAL (Sonderanfertigungen)

Magnum VG4 90 x 60 x 18 cm
Magnum VG4 90 x 45 x 18 cm
Magnum VG4 90 x 30 x 18 cm
Magnum VG4 45 x 15 x 18 cm

Bei ca. drei Viertel dieser Steine wurde die Oberfläche feingestrahlt, beim restlichen Viertel die Oberfläche feingestrahlt und diamantgebürstet

Die Steine wurden in drei gedämpften Erdton-Farbabstufungen nach den Vorstellungen der Architekten gefertigt.

Magnum VG4 120 x 30 x 12 cm - feingestrahlt und diamantgebürstet, im Farbton Weiß gedämpft

GRADO LINE

Grado VG4 15 x 15 x 8 cm  - gerumpelte Oberfläche, granitgrau-schattiert

STANDARD LINE

Raseneinfassungssteine - grau
Leistensteine - grau


Foto: Markus Kaiser, Graz

Fotos: Markus Kaiser, Graz

Projektbeschreibung:

Boden für kluge Köpfe:
Pflaster von Friedl Steinwerke für den Campus der Wirtschaftsuniversität Wien

Weppersdorf, 6. November 2013 – Die Lieferungen an Großformatplatten für den neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien sind abgeschlossen: Insgesamt rund 18.000 m2 Großformatplatten und Pflastersteine produzierte das burgenländische Familienunternehmen Friedl Steinwerke  für die Flächenbefestigung des neuen Universitätsgeländes. Plattenformate und Farben sind Sonderanfertigungen, die die Friedl Steinwerke gemeinsam mit den verantwortlichen Architekten von BUSarchitektur & landschaftsarchitektur & BOA büro für offensive aleatorik erarbeitet haben.

Aufgrund der Größe des Geländes und der Gebäude wurden in der Flächenbefestigung ebenfalls große Formate gewählt: 90 x 60 x 18 cm, 90 x 45 x 18 cm und 90 x 30 x 18 cm groß sind die Magnum VG4 Platten, die die 600 m lange Haupttransversalie durch den Campus gestalten. Um der Fläche Lebendigkeit und Wärme zu verleihen, entwickelten die Architekten gemeinsam mit Friedl Steinwerke im werkseigenen Baustofflabor unterschiedliche erdtönerne Farbabstufungen für die Steine. Die derart produzierten Platten wurden dann unregelmäßig in Bahnen verlegt. Darüber hinaus wurden 120 x 30 x 12 cm große Magnum VG4 Platten für den Patio Bereich produziert.

Alfred M. Friedl, Geschäftsführer der Friedl Steinwerke: „Unsere technische Ausstattung ermöglicht uns, gezielt auf die Wünsche von Architekten und Planern einzugehen. Mithilfe modernster Produktionsmaschinen können wir Steine in Sonderfarben erzeugen, Oberflächenveredelungen durchführen und speziell gewünschte Formate herstellen. Unsere Sonderanfertigungen sind in der Produktlinie Friedl Individual zusammengefasst. Der Campus der WU Wien ist für uns auch deshalb ein wunderschönes Projekt, weil er zeigt, wie wir aus rund 3.000 m3 Beton die Vorstellungen der Architekten präzise realisieren konnten.“

Die Großformatplatten wurden feingestrahlt und  ein Teil zusätzlich diamantgebürstet. Die diamantgebürsteten Platten wurden in jenen Bereichen verlegt, wo Lieferverkehr stattfindet. Bei dieser Oberflächenveredelung werden die Steine maschinell poliert. Dadurch werden Verschmutzungen durch Reifenabrieb des Lieferverkehrs geringer gehalten bzw. reduziert. Um das Fugenbild beizubehalten, wurde das Blindenleitsystem nachträglich in die Steine eingefräst. Bei der Produktion wurden die Platten dafür mit einer höheren Vorsatzschicht versehen.

Verlegekonzept lädt zum Flanieren ein

Dunkle Bänderungen aus 45 x 15 x 18 cm großen Magnum Steinen unterbrechen immer wieder die mit den Großformatplatten gepflasterten Flächen und verfolgen dabei zwei Ziele:  Sie dienen einerseits der intuitiven Orientierung, denn die Abstände zwischen den Bänderungen werden zu den Haupteingängen der Universitätsgebäude hin schmäler, andererseits sollten sie „entschleunigend“ wirken und einen Rhythmus schaffen. „Der Campus soll zum Flanieren einladen“, beschreibt  Architektin Laura P. Spinadel von BUSarchitektur, die für den Masterplan und die Freiraumgestaltung des Campus verantwortlich zeichnet, das Konzept des Außenraums und weiter: „Der Campus ist ein offener Bereich,  die Gebäude darin sind architektonisch überaus unterschiedlich – die Aufgabe der Flächengestaltung ist es, dem Campus Identität zu geben.“

Für die Flächen an den rückseitigen Eingängen, Radabstellflächen und Parkplatzflächen wurde der Friedl Stein Grado VG4 im Format 15 x 15 x 8 cm gewählt. Dieser Stein weist eine gealterte Oberfläche mit gebrochenen Ecken und Kanten auf; er erzeugt einen optisch reizvollen Kontrast zu den modernen Magnum Platten mit Mikrofase.  Darüber hinaus lieferten Friedl Steinwerke rund 5 km an Raseneinfassungs- bzw. Leistensteinen.

Auftraggeber der Friedl Steinwerke ist die ARGE Freiflächen WU Wien Habau -  Haider (Technische Geschäftsführung Habau GmbH., Kaufmännische Geschäftsführung Gebrüder Haider GmbH).

Betonsteine mit vielen Vorteilen

Die am Universitätsgelände eingesetzten Pflastersteine und Großformatplatten von Friedl Steinwerke sind mit der Verschiebesicherung VG4 ausgestattet, die den Steinen einen festen Sitz verleiht und die Fuge auch bei hohen Beanspruchungen und über einen langen Zeitraum gleichmäßig und formschön hält. Weitere Vorteile der Betonsteine sind neben der Belastbarkeit, ihre  Rutschfestigkeit, die einfache Pflege sowie der Nachhaltigkeitsaspekt und die Recyclingfähigkeit. Die Lebenszykluskosten von Pflasterflächen - von der Herstellung des Materials bis zur Verwertung nach Ablauf der Lebensdauer - sprechen für das Pflaster.